Stand: 17. Oktober 2026
Verantwortlicher
Verantwortlich für die Verarbeitung personenbezogener Daten auf dieser Website und in der Lotse-Console ist die Nearay GmbH. Anschrift, Vertretung und Kontaktdaten stehen im Impressum. Für Fragen zum Datenschutz erreichen Sie uns unter info@nearay.com.
Zwei Rollen, sauber getrennt
Lotse ist eine Plattform, die andere Unternehmen in ihre Apps einbauen. Daraus ergeben sich zwei unterschiedliche Rollen, die diese Erklärung auseinanderhält:
- Für diese Website und für die Konten unserer Kundinnen und Kunden in der Console sind wir Verantwortlicher. Darum geht es in den folgenden Abschnitten.
- Für die Daten, die das Lotse-SDK in den Apps unserer Kunden erhebt, sind wir Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Verantwortlich ist dort der Betreiber der jeweiligen App; er entscheidet über Zwecke und Mittel, wir verarbeiten nur weisungsgebunden. Wenn Sie Nutzer einer App sind, die Lotse einsetzt, ist die Datenschutzerklärung dieser App maßgeblich, nicht diese hier. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag wird auf Anfrage geschlossen.
Aufruf dieser Website
lotse.dev besteht aus statischen Dateien. Es werden keine Cookies gesetzt, es wird nichts von Dritten nachgeladen, die verwendete Schrift liegt auf unserem eigenen Server, und es findet keine Reichweitenmessung statt. Beim Abruf überträgt Ihr Browser technisch notwendige Daten, die unser Hoster in Server-Protokollen speichert: IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Adresse, übertragene Datenmenge, Statuscode, Referrer und Browserkennung. Diese Protokolle dienen dem Betrieb und der Abwehr von Angriffen, werden nicht mit anderen Daten zusammengeführt und monatlich gelöscht. Rechtsgrundlage ist unser berechtigtes Interesse an einem sicheren Betrieb, Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.
Konto in der Console
Wer sich unter console.lotse.dev registriert, gibt eine E-Mail-Adresse und ein Passwort an. Wir speichern die E-Mail-Adresse, das Passwort ausschließlich als kryptografischen Hash, Zeitpunkte der An- und Abmeldung sowie Sitzungs- und Erneuerungstoken. Zur Abwehr automatisierter Angriffe speichern wir bei fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen und bei Anfragen zum Zurücksetzen des Passworts die IP-Adresse, die angegebene E-Mail-Adresse und den Zeitpunkt. Um den Versand von Registrierungs- und Wiederherstellungsmails zu begrenzen, speichern wir außerdem bei jedem Start einer Registrierung einen mit einem geheimen Wert versehenen Hashwert der angegebenen E-Mail-Adresse und bei jedem Start einer Registrierung oder eines Passwort-Resets einen ebensolchen Hashwert Ihrer IP-Adresse (bei IPv6 des Adressbereichs /64), jeweils mit dem Zeitpunkt. Nach einer erfolgreichen Anmeldung werden die fehlgeschlagenen Versuche zu dieser E-Mail-Adresse gelöscht; alle übrigen Einträge löschen wir nach 24 Stunden, ebenso nicht bestätigte Registrierungen und Anfragen zum Zurücksetzen des Passworts. Rechtsgrundlage ist die Erfüllung des Nutzungsvertrags, Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, für die Missbrauchsabwehr Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Mitglieder eines Projekts sehen die E-Mail-Adressen seines Besitzers und seiner anderen Mitglieder.
E-Mails zur Registrierung
Bestätigungs- und Wiederherstellungscodes versenden wir über Brevo, einen Dienst der Sendinblue SAS mit Sitz in Frankreich. Dabei werden Ihre E-Mail-Adresse und der Inhalt der Nachricht an Brevo übermittelt, das sie in seinen Zustellprotokollen speichert. Die Codes selbst schreiben wir in keine Protokolle. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.
Einladungen in ein Projekt
Der Besitzer eines Projekts kann weitere Personen per E-Mail-Adresse einladen. Zu jeder Einladung speichern wir die Adresse, den Zeitpunkt und einen Hash des Links aus der Einladungsmail. Die Einladung wird gelöscht, sobald sie angenommen, zurückgenommen oder ersetzt wird; eine Einladung, die niemand annimmt, läuft nach sieben Tagen ab und wird spätestens einen Tag danach gelöscht. Die Mail versenden wir wie oben beschrieben über Brevo; weder die Adresse noch der Link landen in unseren Protokollen. Wer annimmt, braucht ein Konto in der Console mit dieser Adresse, siehe „Konto in der Console“. Der Besitzer sieht die Adressen offener Einladungen. Rechtsgrundlage für die eingeladene Person ist das berechtigte Interesse des Besitzers und unseres an der gemeinsamen Arbeit an einem Projekt, Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.
Bezahlte Tarife und Zahlung
Bezahlte Tarife werden über Paddle verkauft. Schließen Sie für ein Projekt einen bezahlten Tarif ab, verkauft Paddle ihn Ihnen als Händler (Merchant of Record): die Paddle.com Market Limited, Vereinigtes Königreich, und ihre verbundenen Unternehmen. Paddle erhält die Daten, die Sie im Checkout eingeben, etwa Name, Rechnungsadresse, USt-ID, E-Mail-Adresse und Zahlungsdaten, und verarbeitet sie als eigener Verantwortlicher nach seiner eigenen Datenschutzerklärung; Ihre Zahlungsdaten sehen wir nie. Wenn wir den Checkout vorbereiten, übermitteln wir Ihre E-Mail-Adresse und die Nummer des Projekts, für das er gilt, an Paddle. Von Paddle erhalten wir, was wir brauchen, um den Tarif zu führen: die Kunden- und Abonnementnummern bei Paddle, den Tarif und das Abrechnungsintervall, den Status und das Ende der Periode. Rechnungen, Belege und Zahlungserinnerungen schickt Paddle Ihnen direkt. Übermittelt Paddle Daten außerhalb der Europäischen Union, stützt es sich auf die Garantien des Datenschutzrechts, etwa einen Angemessenheitsbeschluss oder Standardvertragsklauseln. Rechtsgrundlage ist die Vertragserfüllung, Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, und für steuerliche Pflichten Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO. Solange Sie keinen bezahlten Tarif abschließen, gehen keine Daten an Paddle.
Fehlerprotokollierung in der Console
In der Console setzen wir Sentry ein, um Programmfehler zu erkennen und zu beheben. Tritt ein Fehler auf, werden ein Fehlerbericht mit technischen Angaben zu Browser und Betriebssystem, die aufgerufene Adresse, der Zeitpunkt, die vorangegangenen Bedienschritte, eine pseudonymisierte Kennung Ihres Kontos (ein gekürzter Hashwert, nicht Ihre E-Mail-Adresse) und Ihre IP-Adresse an Sentry übermittelt. Programmfehler des Servers melden wir ebenfalls an Sentry, mit derselben pseudonymisierten Kennung und ohne Inhalte der Anfrage. Wir nutzen die europäische Region des Dienstes, die Daten werden in der Europäischen Union verarbeitet. Anbieter ist ein Unternehmen mit Sitz in den Vereinigten Staaten; ein Zugriff aus einem Drittland lässt sich daher nicht vollständig ausschließen. Dafür besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag einschließlich der Standardvertragsklauseln der Europäischen Kommission. Rechtsgrundlage ist unser berechtigtes Interesse an einer funktionsfähigen und sicheren Anwendung, Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Auf dieser Website findet keine Fehlerprotokollierung statt.
Speicherung von Bildern und Dokumenten
Bilder und Dokumente, die in Lotse hochgeladen werden, speichern wir bei Cloudflare R2. Der Speicherort ist auf die Europäische Union beschränkt. Anbieter ist ein Unternehmen mit Sitz in den Vereinigten Staaten; wie beim vorstehenden Dienst besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag einschließlich der Standardvertragsklauseln. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, soweit die Speicherung der Vertragserfüllung dient, und Art. 28 DSGVO, soweit wir dabei für unsere Kunden tätig werden. Ebenfalls bei Cloudflare R2 in der Europäischen Union liegen die nächtlichen, verschlüsselten Sicherungen unserer Datenbank; jede Sicherung wird nach 14 Tagen gelöscht.
Push-Nachrichten
Push-Nachrichten an Android-Geräte werden über Firebase Cloud Messaging von Google zugestellt. Dabei werden das Gerätetoken und der Inhalt der Nachricht an Google übermittelt; eine Zustellung an Android-Geräte ist auf anderem Weg nicht möglich. Push-Nachrichten an iOS-Geräte werden über den Apple Push Notification Service von Apple Inc. zugestellt, wenn der App-Betreiber bei uns einen APNs-Schlüssel hinterlegt hat, sonst über Firebase Cloud Messaging, das sie an Apple weitergibt. Dabei werden das Gerätetoken und der Inhalt der Nachricht an Apple übermittelt; eine Zustellung an iOS-Geräte ist auf anderem Weg nicht möglich. Dabei können Daten in die Vereinigten Staaten übermittelt werden. Diese Verarbeitung erfolgt in unserer Rolle als Auftragsverarbeiter für den jeweiligen App-Betreiber.
Zugriff durch KI-Agenten
Mitglieder eines Projekts können in der Console ein Zugangstoken anlegen, mit dem ein KI-Agent ihrer Wahl, etwa Claude Code, Cursor, VS Code oder Codex, die Daten dieses Projekts liest und, soweit das Token es erlaubt, begrenzte Änderungen vornimmt, etwa Links anlegt oder Rückmeldungen beantwortet. Die Übermittlung an den Agenten und an den Anbieter des KI-Modells, das er nutzt, veranlasst der App-Betreiber; sie erfolgt auf seine Weisung. Wir selbst betreiben keine KI und beauftragen auch keine; die Wahl des Anbieters und die Vereinbarung mit ihm liegen beim App-Betreiber. Screenshots, Aufzeichnungen, Heatmap-Bilder und die E-Mail-Adresse einer Rückmeldung stehen Agenten nicht zur Verfügung, ebenso wenig Kennungen von Installationen, Push-Tokens sowie die gehashten IP-Adressen und Browserkennungen von Link-Aufrufen. Daten, die die App an uns übermittelt, etwa Nutzerkennungen, Attribute, Event-Eigenschaften und Rückmeldungen mit ihren Metadaten, erhält der Agent so, wie sie übermittelt wurden. Tokens speichern wir ausschließlich als kryptografischen Hash, zusammen mit Name, Berechtigungsstufe, Ersteller, Ablauf und Zeitpunkt der letzten Nutzung. Zu jedem Aufruf protokollieren wir den Namen des Werkzeugs, das Projekt, die Kennung des Tokens, die Dauer und das Ergebnis, nie das Token und nie den Inhalt des Aufrufs; diese Protokolle werden wie die übrigen Betriebsprotokolle des Servers gelöscht. Eine Antwort auf eine Rückmeldung, die über einen Agenten gesendet wird, zeigt die Console unter dem Namen des Mitglieds, das das Token angelegt hat. Rechtsgrundlage für das Token und seine Nutzung ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO; für die Daten des Projekts sind wir Auftragsverarbeiter des App-Betreibers nach Art. 28 DSGVO.
Webhooks
Der Besitzer eines Projekts kann in der Console Webhooks einrichten. Lotse übermittelt dann die von ihm ausgewählten Ereignisse mit ihrem Inhalt an die von ihm angegebene Adresse, etwa den Text einer Rückmeldung, eine freiwillig angegebene E-Mail-Adresse, Nutzer- und Installationskennungen oder Attribute. Die Übermittlung veranlasst der App-Betreiber; sie erfolgt auf seine Weisung, und für die Verarbeitung beim Empfänger ist er verantwortlich. Push-Tokens, Zugangsdaten von Installationen sowie die gehashten IP-Adressen, Kennwerte und Browserkennungen von Link-Aufrufen werden nie übermittelt, Screenshots und Aufzeichnungen nur als Verweis in die Console. Den Inhalt eines Ereignisses speichern wir sieben Tage, das Zustellprotokoll 30 Tage. Für diese Daten sind wir Auftragsverarbeiter des App-Betreibers nach Art. 28 DSGVO.
Hosting
Server und Datenbank betreiben wir bei der IONOS SE in einem Rechenzentrum in Deutschland. Es gibt eine Instanz und eine Datenbank; es findet keine Replikation in andere Regionen statt. Mit dem Hoster besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag.
Was das SDK in Apps unserer Kunden erhebt
Diese Verarbeitung erfolgt für den jeweiligen App-Betreiber, nicht für uns. Der Vollständigkeit halber führen wir sie hier auf; ausführlicher steht sie auf unserer Seite „Daten und Datenschutz“:
- eine beim ersten Start erzeugte Zufallskennung der Installation, die nicht aus der Hardware abgeleitet ist
- Plattform, Betriebssystemversion, Gerätesprache und Version der App
- auf Android einmalig den Install-Referrer des Play Store
- das Push-Token, sofern Benachrichtigungen erlaubt wurden
- die Ereignisse, die die App meldet, mit den Eigenschaften, die sie mitgibt
- Ereignisse, die das SDK von selbst meldet: jeden App-Start mit einer zufälligen Sitzungskennung, Versionswechsel der App, das Öffnen einer Push-Nachricht, das Öffnen der App über einen Kurzlink, das Anzeigen, Antippen und Schließen einer In-App-Nachricht und, wenn die App es einrichtet, den Namen jedes aufgerufenen Screens
- Zeitpunkt des ersten und letzten Kontakts, das Ergebnis der Zuordnung zu einem Link sowie den Zustellstatus jeder Push-Nachricht
- wenn die App ihre Nutzerin oder ihren Nutzer identifiziert: die vom App-Betreiber vergebene Nutzerkennung und die Attribute, die die App dazu übergibt, gespeichert wie übergeben
- bei Rückmeldungen den Text, die Kategorie, eine freiwillig angegebene E-Mail-Adresse, App-Version, den zuletzt angezeigten Screen, von der App mitgegebene Zusatzangaben und einen Screenshot, der nur auf ausdrückliche Aktion der Nutzerin oder des Nutzers entsteht und vor dem Absenden angesehen und verworfen werden kann; in der Console erscheinen dazu die Ereignisse unmittelbar davor
- Nachrichten in Gesprächen und im Support-Chat sowie Stimmen auf einem Feature-Board, sofern die App diese Funktionen einsetzt
- beim Aufruf eines Kurzlinks Zeitpunkt, Browserkennung, Plattform, ein mit einem geheimen Wert versehener Hashwert der IP-Adresse sowie ein Kennwert aus Plattform, Sprache und gekürztem IP-Bereich. Die vollständige IP-Adresse wird nicht gespeichert.
Was wir nicht erheben
Keine Werbekennungen (IDFA, GAID), keinen Standort, keine Kontakte, keinen Gerätenamen und keine Liste installierter Apps. Wir verkaufen keine Daten und geben sie nicht an Werbenetzwerke weiter.
Speicherdauer
Kontodaten speichern wir, solange das Konto besteht. Daten eines Projekts speichern wir, solange das Projekt besteht; mit seiner Löschung werden auch die zugehörigen Geräte, Ereignisse, Rückmeldungen und Klicks gelöscht. Feste Löschfristen für einzelne Datensätze bestehen derzeit nicht. Projekte und einzelne Rückmeldungen können in der Console gelöscht werden; einzelne Geräte und Nutzerdaten löschen wir während der Beta-Phase auf Anfrage. Betriebsprotokolle des Servers werden nach 30 Tagen gelöscht. Gelöschte Daten bleiben bis zu 14 Tage in den verschlüsselten Sicherungen erhalten.
Ihre Rechte
Sie haben das Recht auf Auskunft über die zu Ihrer Person gespeicherten Daten, auf Berichtigung, auf Löschung, auf Einschränkung der Verarbeitung, auf Datenübertragbarkeit sowie das Recht, einer Verarbeitung auf Grundlage berechtigter Interessen zu widersprechen. Eine erteilte Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Wenden Sie sich dafür an die oben genannte Adresse. Betrifft Ihre Anfrage Daten aus einer App, die Lotse einsetzt, leiten wir sie an den verantwortlichen App-Betreiber weiter. Unabhängig davon können Sie sich bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde beschweren; für uns zuständig ist die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit.
Änderungen dieser Erklärung
Ändert sich, wie wir Daten verarbeiten, ändern wir diese Erklärung. Das oben genannte Datum sagt Ihnen, wann das zuletzt der Fall war.